5. how do you doing




12.09.

Einer der wichtigsten Gründe für mich dieses Auslandsjahr zu machen ist mein Englisch zu verbessern. Auch wenn es langsam geht und es manchmal schwer ist das zu sagen was man sagen will bzw. zu verstehen was der Gegenüber einem sagen will (besonders da die Texaner auch noch einen Slang haben der einem in der Schule natürlich nicht beigebracht wird), merke ich doch schon das sich mein Englisch verbessert hat. Dabei ist es nicht nur wichtig das man die Vokabeln kennt. Fast genauso wichtig ist es das man sich mit den Ausdrücken auskennt. Zum Beispiel will keiner wissen was man gerade tut oder wie man etwas tut wenn man gefragt wird how are you doing? Das ist eigentlich eine Begrüßungsfloskel und bedeutet so viel wie wie geht es dir. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen man wird komisch angeguckt wenn man anfängt zu erzählen was man gerade macht.

Vor einigen Tagen haben wir uns gemeinsam in einem Fitnessstudio angemeldet. Das meiste ist eigentlich wie ich es aus Deutschland kenne. Bis auf die Tatsache das sowohl im Umkleideraum als auch im eigentlichen Trainingsbereich Fernseher hängen. Man kann während des laufens einfach seine Kopfhörer in dem entsprechenden Eingang am Laufband stecken und dann hat man auch einen Ton dazu.

In den letzten Tagen war ich hier öfter mal im Wald spazieren. Wie schon in einem vorherigen Eintrag erwähnt sollte man dabei keine abenteuerlichen Weg oder ähnliches gehen. Aber auch auf den Hauptwegen kann man das ein oder andere sehen. Es sind mir zum Beispiel schon öfter mal Rehe über den Weg gelaufen und vor wenigen Tagen habe ich 3 Wildschweine gesehen. Zu dem sind im Wald die Auswirkungen des Hurrikans noch stärker zu sehen überall liegen umgefallene Bäume. Am Samstagabend sind wir nochmal in den Wald gegangen um uns die Sterne anzusehen. Dabei ist mir allerdings etwas ganz anders besonders aufgefallen. Denn obwohl die Sonne schon komplett untergegangen war, das nächste kleinere Dorf mehre Meilen entfernt und die nächste Großstadt Houston sogar über 1 Stunde mit dem Auto entfernt ist war es nicht komplett dunkel. Von allen Richtungen konnte man am Horizont die Lichter der umliegenden Städte sehen.

Zuletzt ein Foto das wir vor dem Walmart in Huntsville gemacht haben. Dazu muss man wissen das es in den USA keinen TÜV wie bei uns in Deutschland gibt. Trotzdem würde mich mal interessieren wie der Fahrer dort hin gekommen ist und wie er dachte, dass er zurück kommt.

Von meiner Arbeit gibt es eigentlich nicht viel neues. In den letzten Tagen haben wir viele Trockner und Waschmaschinen ein und ausgeräumt, viel Papierkram einsortiert und erste Hilfekästen für die Dorms vorbereitet. Am Donnerstag waren 2 Ärzte bei uns und haben ein paar der Jugendlichen untersucht. Meine Aufgabe dabei war, in zusammen arbeit mit der Krankenschwester, die Jugendlichen von ihrer aktuellen Tätigkeit abzuholen, Blutdruck messen, Temperatur messen, Größe und Gewicht messen und die Jugendlichen zurück bringen.