Woche fünf

-Back to the Office-

[12.09.2017]

Seit heute werde ich endlich wieder im Büro eingesetzt und kann mich schon eher in meinem Stuhl entspannen. Naja nicht so ganz, da ich seit zwei Tagen damit beschäftigt bin, Einen Berg von Akten den hunderten aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern zuzuordnen. Vom Papierlosen Büro hat und will diese Organisation leider nichts hören.

Als ich damit heute Mittag fertig war, hat mir ein Vorgesetzter Zugang zum Netzwerk verschafft, sodass ich jetzt die viel zu wenig genutzte und viel zu schlecht gewählte IT Infrastruktur nutzen kann. Was für ein Chaos! Nun bin ich dabei die Akten der neuen Bewerber zu scannen und mich durch die etablierten, viel zu umständlichen und alles andere als ökologischen Strukturen zu wühlen. Mal sehen, wie viele Monate das noch dauern wird.

[16.09.2017]

Statt die Wochenendreise nach Dallas anzutreten, haben wir heute auf dem Golfplatz ausgeholfen. Auf dem Programm stand eine PR/Fundraising Aktion mit Spendern und Sponsoren der Einrichtung, die gegen ein kleines Endgeld an einem von uns organisierten Golfturnier teilnehmen konnten. Zu gewinnen gab es allerhand Preise. Von echt texanischen Beef Jerkey, bis zu echt texanischen Messern aus Metallfeilen.

Leider hatte ich nicht die Chance auf darauf, denn ich war mit den anderen beiden dazu eingeteilt, Bilder zu machen und auf eines der 18 Plätze aufzupassen. Dabei ging es darum, beim ersten Schlag so nahe an das Loch zu gelangen, wie möglich. Dieser Job war gefährlicher als gedacht und vor allem mein Chef und Leiter unserer Einrichtung schien es besonders auf mich abgesehen zu haben. Zumindest war er auf mich fixiert und hat mir den Ball fast gegen den Kopf geschleudert.

So langweilig wie gedacht war es dann aber doch nicht. Der Nachbar hat mich zu sich eingeladen, die Kolibris zu besichtigen, ich hatte eine Begegnung mit einem Kardinalsvogel und mit zahlreichen Rehen und Hasen, riesigen Schmetterlingen und Libellen. Da konnte ich die knapp 35°C leicht vergessen.

Zum Abschluss gab es dann einen deftigen Burger und die Siegerehrung.

Zu Hause angekommen bin ich.... Okay nicht so schnell. Im wahrsten Sinne des Wortes. Die Interstate nach Hause ist das Wochenende auf einer Seite gesperrt. Das heißt, dass die Hauptschlagader zwischen Dallas und Houston nur auf jeweils einer Bahn befahrbar war. Wir nahmen eine Parallelstraße, auf der uns aber auch einige Kilometer Stau erwarteten. Da sind wohl andere auch auf die Idee gekommen. Letztenendes lag es an der Unfähigkeit der Amerikaner den Verkehr zu regeln. Statt einer einfachen Ampel blieb es bei dem gigantischen Verkehrsaufkommen bei der guten alten Lösung, an jede Seite der nach Kilometern des Wartens, kommendes Kreuzung, ein Stoppschild aufzustellen. Wer zuerst dort anhält darf fahren, was aber auch heißt, dass jedes einzelne Auto erst einmal anhalten muss.