Woche 15

Wie schon letzten Monat veroeffentliche ich hier meinen monatlichen Bericht. Ich mache mir immer lange Gedanken darueber, was ich schreiben soll, denn eine einfach Aufzaehlung von Ereignissen finde ich nicht so spannend. Hoffe euch gefaellt mein diesmonatlicher Gedankenerguss.


Warum tue ich mir das alles an? Diese Frage habe ich mir schon des oefteren gestellt und wurde mir auch schon des oefteren gestellt. Erstmal ist sie vor knapp einem Jahr aufgetaucht. Man faehrt zu einem Vorstellungsgespraech in eine entfernte Stadt, weil man sich auf einem Konzert ein Gedanken in den Kopf setzen lassen hat, dass man ja ein Jahr im Ausland verbringen koennte. In der Vorstellungsrunde wird jeder einzeln nach seiner Motivation gefragt. Waehrend man auf seine Minute wartet geht so einiges Gedanken durch den Kopf. Was soll man sagen, wie tief soll man das erklaeren... Schlussendlich meinte ich nur, dass ich einfach fuer ein Jahr weg will, von allem, von der Arbeit, von Zuhause, von den Erwartungen und mir klar werden, was ich in der Zukunft machen moechte. Nun bin ich schon knapp 3 Monate hier und diese Frage taucht wieder ab und zu auf. Erst vor kurzem. Man schaut in den Kalender und sieht dass der beste Kumpel Geburtstag hat. Man weiss, dass Zuhause eine riessen Fete steigen wird, jeder wird davon erzaehlen und man sitzt hier am Ende der Welt. Auch taucht die Frage manchmal abends auf, wenn man den Campus verlaesst. Man blickt auf eine lange Schicht zurueck, so mancher student hat seine miese Laune an einem ausgelassen, man musste was machen, was nicht so viel Spass gemacht hat oder man hat mal wieder etwas nicht geschafft.

Aber warum tu ich mir das alles an? Weil ich es kann! Weil es eine Erfahrung ist, die man nicht so oft macht. Weil unsere Hilfe benoetigt wird. Weil wir in unserem spaeteren Leben noch lange genug in unserem Beruf versauern koennen. Und ganz ehrlich, wann geht man sonst ein ganzes Jahr ins Ausland? Also durchhalten Maedels.

Peace!

Over and out